München, den 16. November 2009 – Die wirtschaftlichen Indikatoren deuten auf eine nachhaltige Stabilisierung Asiens hin, was sich auch in einem fulminanten Plus der Aktienmärkte seit Anfang März ablesen lässt. Die sich entwickelnden asiatischen Volkswirtschaften, darunter im wesentlichen China und Indien sind dabei die maßgeblichen Wachstumstreiber, wie die jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestätigen, die für diese Region ein reales Wirtschaftswachstum von 6% in 2009 und 7% in 2010 voraussagen.
München, den 16. November 2009 – Die wirtschaftlichen Indikatoren deuten auf eine nachhaltige Stabilisierung Asiens hin, was sich auch in einem fulminanten Plus der Aktienmärkte seit Anfang März ablesen lässt. Die sich entwickelnden asiatischen Volkswirtschaften, darunter im wesentlichen China und Indien sind dabei die maßgeblichen Wachstumstreiber, wie die jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestätigen, die für diese Region ein reales Wirtschaftswachstum von 6% in 2009 und 7% in 2010 voraussagen.
Die Kreditmargen haben sich im 3. Quartal erneut verringert, was für das zunehmende Vertrauen der Investoren spricht und Banken dazu veranlasste, in größerem Umfang Finanzierungen für Gewerbeimmobilien bereitzustellen. Die aufgehellte Stimmung am Immobiliensektor macht sich in einem gebremsten Abwärtsdruck auf Büromieten und Kapitalwerte bemerkbar. Gleichwohl sollten ausbleibende Investmentvolumina und neue Projektentwicklungen zu einer Verzögerung der Markterholung beitragen.
Umfangreiche geld- und fiskalpolitische Unterstützung seitens der Regierungen konnten die aufgrund der nachlassenden Nachfrage aus den USA und Europa zu erwartenden negativen Auswirkungen begrenzen. Dank stattlicher Fremdwährungsreserven, die seit der Asienkriese Mitte der 1990er Jahre aufgebaut wurden, blieben die Währungen stabil. Diese Faktoren haben zu einem Vertrauensanstieg beigetragen, dessen Niederschlag sich in der seit März stattgefundenen Börsenrally wiederfindet. Darüber hinaus stellt die Kaufkraft der Region weiteres Belebungspotenzial dar. Aktuell sind die Konsumausgaben gleichwohl zurückhaltend, was Einzelhändler dazu veranlasste, ihre Expansionspläne zurückzustellen, bis sich die ökonomischen Fundamentaldaten nachhaltig verbessert haben.
Japan
Die Kerninflationsrate sank im August auf -2,4 % und stellt damit die größte Abwärtsbewegung seit 28 Jahren dar. Die Rückkehr Japans in das deflationäre Umfeld birgt die Gefahr eines volkswirtschaftlichen Teufelskreises, in dem die Erwartung sinkender Preise zu einer geringeren Nachfrage führt, was wiederum die Unternehmensgewinne und somit auch die Löhne absinken lässt. Der Preisverfall zeigte sich auch auf dem Immobilienmarkt, in dem die Grundstückspreiseihren größten Abschlag seit 13 Jahren erfuhren.
Tigerstaaten (Hongkong, Singapur, Südkorea)
In den stark exportabhängigen Wirtschaftsräumen Hongkong und Seoul gerieten die Gewerbemieten unter Druck, ebenso wie in Singapur, wo das Überangebot an Immobilien in den letzten beiden Quartalen jeweils um 10 % sinkende Mieten verursachte. Wenngleich der Aufwärtsdruck auf die Anfangsrenditen nachgelassen hat, führten die divergierenden Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern zu einem Erliegen der gewerblichen Transaktionsmärkte. In deutlichem Kontrast hierzu hat die Zahl der verkauften Wohneinheiten in der ersten neun Monaten im Vorjahresvergleich um 227 % zugelegt, obwohl die Preise im 3. Quartal um 15,9 % gestiegen sind.
China und Indien
Aufgrund geringerer Exportabhängigkeit und unterstützender Regierungsmaßnahmen kam Indien vergleichsweise unbeschadet durch die Krise. Lediglich die infolge der Dürreperiode während des letzten Monsuns zu erwartenden geringen Getreideerntemengen sollten steigende Nahrungsmittelpreise zur Folge haben. Das in China festzustellende, positive Vertrauensklima wurde durch verfügbare Kredite und geringe Zinsen weiter unterstützt und mündete in einer Verdopplung von Verkäufen privater Wohneinheiten. Mieten für 1-A-Büroflächen in Peking und Shanghai sanken erneut, wenngleich weniger stark als im Vorquartal. Hingegen bewegte sich die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen vor dem Hintergrund der Weltausstellung 2010 und damit einhergehender ambitionierter Expansionspläne vieler Einzelhändler auf recht hohem Niveau. Nach den diesjährigen Monatszahlen, konnten die chinesischen Einzelhandelsumsätze im Vergleich zum Vorjahr, um durchschnittlich 15% steigen. Mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden ist Chinas Konsumpotenzial enorm: Im Vergleich zu den entwickelten Volkswirtschaften, in denen der private Konsum etwa Zwei Drittel der nationalen Wirtschaftsleistung ausmacht, beträgt dieser Anteil in China noch unter 40%.
Einzelheiten zu den Entwicklungen an den asiatischen Immobilienmärkten können dem vollständigen Asien-Marktbericht des 3. Quartals 2009 entnommen werden. Dieser ist abrufbar unter http://www.pramericarei.de/Research-Marktberichte/Marktberichte_Asien/Markbericht_Asien_Oct09.htm.